Short-Review: Begehre mich

„Begehre mich!“

Band #1

von Kate B. Jacobson

76 Seiten

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Glauben Sie an Prophezeiungen? Eines Tages, während eines Sommers in England, offenbarte mir eine Wahrsagerin, dass ich schon bald den Mann meines Lebens treffen würde, einen gewissen P. C. Am nächsten Tag lernte ich den schönen Grafen Percival Spencer Cavendish kennen, der mich noch am selben Abend auf einem Ball zum Tanz aufforderte. Eine Geschichte wie aus dem Märchenbuch … Nur, dass ich ein molliges und schüchternes kleines Mädchen war, in dessen Gesicht sich die abgeheilten Windpockenbläschen um den Platz stritten! Ich war erst zwölf Jahre alt und der beeindruckende Percy zwanzig – was mich nicht daran hinderte, mich Hals über Kopf in ihn zu verlieben.
Die Jahre sind vergangen, und ich habe meinen englischen Lord nicht wiedergesehen. Nur die Erinnerung an ihn ist mir stets geblieben. Heute kehre ich nach langer Zeit nach England zurück. Ich bin kein kleines, empfindliches Mädchen mehr. Nein, ich bin zu einer jungen Frau herangewachsen. Warum also schlägt mir dann das Herz bei der bloßen Vorstellung, ich könnte dem schönen Percival über den Weg laufen, bis zum Hals?

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Charaktere: ★ ★ ★ 

Zwar nicht schlecht, aber im allgemeinen nicht gut ausgearbeitet. Besonders Percy erscheint mir ein wenig zu sehr zwischen seinen Stimmungen hin und her zu schwanken. Die Charaktere kommen leider nicht allzu realistisch rüber verlieren aber nicht auf ganzer Linie.

Spannung: ★

Hier verliert das Buch leider auf ganzer Linie. Zugegeben das Ende kann sich jeder Romantiker ansatzweise denken, aber Percy stört mich hier enorm. In Liebesgeschichten kommt nun mal einfach am Anfang ein neckisches Hin und Her, und man sieht zu wie die Protagonisten sich immer mehr zueinander hingezogen fühlen. Das alles fehlt hier leider komplett! Im Prinzip macht es einmal Rums und Zack die Handlung ist im Prinzip abgeschlossen.

Emotionen: ★ ★ 

Hier schwanke ich am meisten. Die Emotionen kommen zwar teils sehr schön rüber, aber manchmal sind sie auch vollkommen fehl am Platz oder noch schlimmer: Sie fehlen an wichtigen Stellen! Besonders an den intimeren Stellen konnte Jacobson hier noch Punkte holen, beim flirten / kennenlernen etc. konnte sie aber ihre Pläne nicht so gut umsetzen wie sie vermutlich wollte, zumindest meiner Meinung nach.

Schreibstil: ★ ★ ★ 

Der Schreibstil ist zwar im allgemeinen gut, aber manchmal ein wenig holprig, oder es fehlt an Ausschmückungen etc um den Leser in die Situation zu versetzen.

Originalität: ★ ★ ★ ★ 

Die Geschichte des Adeligen und der Frau aus dem normalen Volke ist zwar nicht wirklich neu, aber zumindest in dieser Form noch nicht direkt bekannt für mich. Natürlich ist die bereits vorhergesagte Liebe, die dann auch noch auf den ersten Blick eintritt extrem klischeehaft, aber jeder der die Beschreibung vorher liest dürfte dies wissen, weshalb ich hierfür nichts mehr Abziehen möchte.

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★ ★ 

(2 von 5 Sternen)

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